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Verstärker in dieser Rubrik:
CV1700 ,CV1600,
CV1500RC, CV440 / CV441, CV5670

Mit den Verstärkern CV 1700, CV 1600, CV 1500 und weiteren Geräten mit weniger Leistung hat Dual Verstärker in einer Familie von Geräten in völlig überarbeiteter Form entwickelt. Das Holzdesign und das dualtypische Erscheinungsbild der bisher gebauten Geräte wich einer Bauform, die den deutschen Markt aus Fernost erreichte: Massive Alufront, Blechdeckel oben und unten, sowie schwarze Seitenwände, die allerdings teilweise noch aus Holz gefertigt wurden. Die DIN-Anschlußtechnik an der Rückseite wurde um Cinch-Eingangsbuchsen und Klemmkontakte für die Lautsprecher ergänzt. Ferner hat man den Verstärker mit einer Anpassung an unterschiedliche Eingangspegel ausgerüstet. Das Konzept der Modulbauweise wurde nicht aufgegeben und im Inneren erkennt man noch die Handschrift von Dual.


 


Der CV1700 stellt den leistungsstärksten Verstärker der "Dual International" - Serie dar.
Erstmalig gibt es eine Aussteuerungsanzeige an einem Dual-Verstärker. Außerdem hat der CV1700 zwei Phono-Eingänge, von denen einer auf MC-Pegel umschaltbar ist.

CV1700_frontalCV1700 frontal.

Baujahr:
Preis:

Bis dahin das leistungsstärkste Modell von Dual

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Technische Daten (aus Serviceanleitung):

CV1700 Technische Daten

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Besonderheiten des CV1700

1. Brummen auf dem Kopfhörerausgang:
Bei angezogenen Lautsprecherrelais ist ein leiser Brummton im Kopfhörer zu vernehmen. Er wird durch den Strom verursacht, der die Relais steuert. Dieser Strom wird über die Kopfhörermasseleitung geführt und verursacht dort die Brummspannung.
Abhilfe:
Leitungsführung ändern. Hierzu wird die schwarze Masseleitung an der Kopfhörerbuchse abgelötet und isoliert.
Nun wird eine neue Masseleitung gelegt, die von der Kopfhörerbuchse zum Massepunkt an der Trafo-Anschlußplatte führt.

CV1700 KopfhörerleitungCV1700 Kopfhörerleitung

Die neue Masseleitung für die Kopfhörerbuchse verläuft von der Buchse zum Massepunkt an der Trafo-Anschlußplatte. Hier ist ein Massepunkt, der brummfrei ist.

Die neue Leitung ist in diesem Bild blau-rot.
Der Anschlußpunkt an der Trafo-Anschlußplatte liegt auf Höhe der beiden Kondensatoren C1403  und C1404.
Er trägt das Massesymbol. Von hier verläuft eine kurze schwarze Leitung zum ELKO-Sternpunkt.


2. Rauschen oder Störgeräusche auf einigen Eingängen sowie ausgefallene oder verzerrende Eingänge:
Wie bei vielen anderen Dual-Geräten wurden auch im CV1700 Operationsverstärker des Typs RC4559 verwendet. Diese OPs sind sehr ausfallträchtig. In meinem CV1700 waren 3Stk. von 16Stk. defekt. Bei Störungen in der Wiedergabe liegt der Verdacht nahe, daß einer der OPs defekt ist.
Wenn einer ausgefallen ist, empfehle ich den Wechsel sämtlicher OPs, da der Wechselaufwand im Vergleich zum "Gerätezerlegen" rel. gering ist. Die alten OPs werden fachmännisch ausgelötet und durch neue, optimaleweise gesockelte OPs ersetzt. Geeignet ist der OP LM833N.

EigangsimpedanzwandlerplatineCV1700: Eigangsimpedanzwandlerplatine

Auf dieser Platine befinden sich 6 Operationsverstärker.
Die neuen Ops LM833N sind auf IC-Sockeln montiert.

Dies ist sehr preiswert und erleichtert zukünftig evtl. anstehende Reparaturen.

Es ist ratsam, die Lötstellen der Cinchbuchsen nachzulöten.

CV1700 LM833 auf IC-SockelCV1700 LM833 auf IC-Sockel

Ein gesockeltes IC läßt sich sehr leicht ersetzen.


3. Instabile Endstufe
Für den CV1700 wurde eine voll symmetrische Endstufe entwickelt. Es hat sich bei vielen Geräten gezeigt, daß im Übersteuerungsfall in der Endstufe ein schädlicher Querstrom zu fließen beginnt. Der Querstrom kann die Endtransistoren zerstören. In jedem Fall führt er zu erhöhter Verlustleistung und Erwärmung der Endstufe.
Zivi und ich haben langwierige Untersuchungen durchgeführt an deren Ende Zivi herausgefunden hat, daß sich der Querstrom durch Vergrößern von C1306 vermeiden läßt. In meinem Verstärker habe ich aus den originalen 47nF 150µF gemacht. Der CV1700 ist nun bis zu Frequenzen <30Hz querstromstabil. Negative klangliche Einflüsse habe ich nicht festgestellt.
Meine Empfehlung: Einbau von 150µF direkt an den Steckkontakten der Treibertransistoren. Der Eingriff ist sehr einfach. Die Elkos werden jeweils an die Basisanschlüsse der Transistoren gelötet. Der Plupol liegt hierbei an T1309 (BDW23C). Da 150µF-Elkos schwer erhältlich sind, empfehle ich 220µF /16V in axialer Bauform als Alternative.

CV1700 Elko gegen EndstufenquerstromCV1700 Elko gegen Endstufenquerstrom

Hier ist der 150µF-Elko zu sehen.

Er wird direkt an die Basisanschlüsse der Transistoren am Steckverbinder angelötet.


Wie auch in anderen Verstärkern wurden im CV1700 Potis verwendet, die stark oxidieren oder zerfallen können. Die Ruhestrompotis der Endstufen sollten daher ersetzt werden, bevor sie zerfallen und die Endtransistoren "verglühen".
Ich habe ein 50k Piher Poti verwendet. Im Zusammehang mit dem Potiwechsel empfehle ich auch den Wechsel des Ruhestromtransistors T1307.  Prozedur: Poti auslöten, eingestellten Wert nachmessen (auf richtige Anschlüsse achten!) und neues Poti auf denselben Wert einstellen. Dann einlöten. Ich mußte den Ruhestrom nicht korrigieren.

CV1700 HinweiseCV1700 Hinweise am Beispiel des rechten Kanals

nebenstehend ein Bild mit den oben erwähnten Punkten.
- Neues Ruhestrompoti
- Neuer Ruhestromtransistor
- Elko gegen Querströme

und Schutzwiderstände, die ich während der Umbauphase und Tests in Reihe zur Versorgungsspannung geschaltet habe. Im Fehlerfall sollen sie den Strom begrenzen und die Endstufen schützen. Der Wert der Widerstände beträgt ca. 27 Ohm 2W. Sie müssen entfernt werden, wenn der Verstärker mit größerer Ausgangsleistung betrieben wird.


4. Ungenaues VU-Meter (Level Anzeige)
Es ist kaum möglich, bei Vollaussteuerung die roten LEDs des LED-VU-Meters zum Leuchten zu bringen.
Der Grund liegt in einer schlechten Signalaufbereitung.
Dual hat sich die Mühe gemacht, die Ausgangsamplitude mittels eines Präzisionsgleichrichters gleichzurichten, um sie der Anzeigeelektronik zuzuführen. Leider hat man dabei die negative Halbwelle vollkommen falsch, nämlich  erheblich zu gering, verstärkt. Folge: Es wird durch das VU-Meter nur die positive Halbwelle dargestellt.
Des weiteren hat man das Ausgangssignal, das der Präzisionsgleichrichter liefert, über zwei Tiefpaßfilter geleitet.
Folge: Die Spitzen im Signal, die den Verstärker evtl. übersteuern, werden nicht dargestellt, weil sie weggefiltert werden.
Ich betrachte das VU-Meter als ein Instrument, das den momentanen Aussteuerungsgrad des Verstärkers anzeigen soll. Das Unterdrücken einer Halbwelle oder das Wegfiltern der Signalspitzen ist für mich unakzeptabel.
Daher habe ich mich über die Schaltung hergemacht und den Präzisionsgleichrichter zu einem echten Vollwellen-Präzisionsgleichrichter "umgebaut". Dual hat die Schaltung richtig entworfen, nur mit falschen Bauteilwerten gearbeitet.
Ich habe im Gleichrichterteil des VU-Meters nur einige Bauteilwerte geändert.
Im nachfolgenden Spitzenwertspeicher habe ich die Filter entfernt und die Zeitkonstante des Haltegleides so angepaßt, daß die LEDs nicht zu hektisch flimmern.

CV1700 geänderte VU-Meter SchaltungCV1700: geänderte VU-Meter-Schaltung

Geänderte Bauelemente sind rot gekennzeichnet.
C1610: 2,2µF wird entfernt weil er die Schaltung zu langsam macht.
R1614: Muß zur richtigen Bewertung der neg. Halbwelle stark verändert werden.
R1616: Hebt den Pegel auf den Sollwert an.
R1603*: Von unten paralell geschaltet. Macht die Schaltung schneller und genauer.
C1600*: Dient der "Entflimmerung" der LED-Ketten.

 

Damit beide Halbwellen gleich stark bewertet werden, muß R1614 von 3k3 auf 24k angepaßt werden. Hierbei geht die Amplitude am Ausgang des 2. Operationsverstärkers verloren. Durch Vergrößern des Widerstandes R1616 wird der Pegel in den Sollbereich gebracht. Hiermit ist der Gleichrichter "fertig".
Da aber der Spitzenwert der Aussteuerung zur Anzeige gebracht werden und erkennbar sein soll, muß er "gespeichert" werden. Dies geschieht mit dem Haltekondensator C1600. Damit er sich nicht zu schnell entlädt muß er vom Ausgang des 2. Operationsverstärkers entkoppelt werden. Dies geschieht durch  die rechte D****. Sie verhindert ein schnelles Entladen von C1600, wenn die Ausgangsspannung des OPs  sinkt. Die Gegenkopplung wird hinter der Diode angebracht, um den Spannungsfall von ca. 0,6V zu kompensieren. Die zweite Diode dient dazu, die negative Halbwelle des OP-Ausganges voll gegenzukoppeln, damit der OP nicht an den neg. Anschlag "fährt".
C1610 muß entfernt werden, weil er die Schaltung erheblich zu träge macht. Die Dioden lassen sich auf der Oberseite der Leiterplatte einfach montieren, wenn R1617 und R1616 hochkant bestückt werden.

CV1700_VU_meter_Umbau_klein.jpgCV1700: Mögliche Anordnung der Bauteile
R1616, R1617 und der Dioden D****

Wichtig ist, daß die jeweilige Diode, die in Serie mit R1617 liegt, so bestückt wird, wie abgebildet. Die Anode muß direkt am Ausgang des Operationsverstärkers liegen.

R1616 wird stehend an die Verbindung zwischen R1617 und die "Seriendiode" gelötet.

Im Sinne einer gleichmäßigen Anzeige der beiden Kanäle ist es ratsam, für R1616 und R1617 1% - Widerstände zu verwenden.
R1610, R1612 und R1613 sollten ebenfalls durch 1%-Typen ersetzt werden, wenn es  sehr "genau" sein soll.


Die Bauteile R1603* und C1600* habe ich von unten auf die Leiterplatte (LED-Anzeige)  gebaut, um mir den Ausbau der Leiterplatte zu ersparen.

5. Lautsprecherrelais
Im CV1700 und CV1500 und CV1200 werden dieselben Lautsprecherrelais verwendet. Da die Kontakte im Laufe der Jahre sulfidieren, ist irgendwann der Kontakt nicht mehr vorhanden und der entsprechende Kanal und Lautsprecherausgang fällt aus.
Sinngemäß gilt beim CV1700 dasselbe, wie weiter unten beim CV1500 beschrieben ist. Ein Standardrelais mit Adapterplatine ist auch im CV1700 verwendbar.
Die Relais sind auf einer Platine an der Rückseite des Verstärkers bestückt. In Summe sind es 3 Stk.
Zum Wechsel der Relais oder Säubern der Kontakte muß die Rückwand abgeschraubt und die Relaisplatine ausgebaut werden.

CV1700_Relais_original_installiert_klein.jpgCV1700 Relaisplatine, eingebaut

Die Rückwand ist bereits abgeschraubt und etwas weggeklappt.
Gut sichtbar: Die drei Relais, die den jeweiligen Lautsprecherausgang aktivieren.

Zum Relaiswechsel müssen zuerst die vier Anschlußdrähte abgelötet werden. Wichtig ist, daß sie später nicht miteinander vertauscht werden, dies könnte einen Endstufenschaden zur Folge haben.

Nach dem Entfernen der Anschlußdrähte wird die Relaisplatine von den Lautsprecherklemmen abgelötet. Die Verbindung besteht aus Lötfahnen der Lautsprecherklemmen und Lötfahnen auf der Platine. Insgesamt sind es 12 Verbindungen.

 

CV1700_Relaisplatte_original_klein.jpgCV1700 Relaisplatine, original, ausgebaut

Rechts die drei Relais

Im  linken Bildteil sind deutlich die 12 Kontakte für die Lautsprecherklemmen, sowie die 4 Kontakte der Anschlußdrähte zu erkennen (oben).

Zum Ausbau ist unbedingt ein Sauggerät zum Absaugen des Lötzinns erforderlich.

Die Platine wird nirgends festgeschraubt.

Nun werden die Relais ausgelötet.

 

CV1700_Relais_Tausch_klein.jpgCV1700 Relaisplatine mit Austauschrelais

Die auf einer Adapterplatine bestückten neuen Relais. Es sind Standardrelais, die mit vergoldeten Kontakten verfügbar sind. Die Goldauflage beträgt 5µm. So wird sicher verhindert, daß die Kontakte durch äußere Einflüsse an Leitfähigkeit verlieren.

Da Gold einen niedrigen Schmelzpunkt hat, sei erwähnt, daß die Relais nicht unter großer Lautstärke betätigt werden sollten, um die Goldauflage nicht durch Lichtbögen zu schmelzen.

 

CV1700_Relais_Tausch_installiert_klein.jpgCV1700 Relaisplatine mit Austauschrelais auf Rückwand montiert.

So sieht die Relaisplatine im eingebauten Zustand und bestückten Ersatzrelais aus.

Lediglich die 4 Anschlußdrähte fehlen in dieser Abbildung noch.



 


Angesichts der hohen Ausgangsleistung und deutlich verbesserter Schaltungstechnik ist der Verstärker im Vergleich zu den 60-er und 120-er Geräten deutlich höher gebaut, wobei die bisher bekannte, aufwändige Bauweise der Geräte beibehalten wurde. Im Inneren des Gehäuses sind massenweise Steckverbinder und unterschiedliche Leiterplatten.

CV1600_innen_kleinCV1600 frontal.
Baujahr:
Preis: ca. 1100.- DM

Robust ausgelegter Verstärker mit div. Einstellungsmöglichkeiten
 

 

CV1600_innen_kleinCV1600 innen

Der Aufbau:
Vorne ist der  Kleinsignalteil (Filter, Klangeinstellung usw.)

Im mittleren Bereich befindet sich der Trafo, Netzteilelektronik, Endstufe ohne Endtransistoren.

Im hinteren Bereich die Kühlkörper mit den Endtransistoren, die Siebelkos des Netzteils und an der

Rückwand die Eingangsverstärker.



CV 1600 EntstörkondensatorCV1600 mit defektem Entstörkondensator. Photo der Anschlußplatine für den Netztrafo.
Die Entstörkondensatoren fallen gelegentlich aus, nicht nur im CV1600, sondern auch allen anderen Geräten.
 

 

CV 1600 Entstörkondensator CV 1600 mit defektem Entstörkondensator. Deutlich zu sehen: Der Kondensator ist geplatzt und hat irgendeinen Inhalt auf die Platine gespritzt. Ich habe ihn entfernt und nicht ersetzt.

 

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Besonderheiten des CV1600

1. Klangregelverstärker
Wenn auf der Klangregelverstärkerplatine ein Operationsverstärker getauscht werden soll, ist zu beachten, daß schnelle OPs zu Schwingungen neigen. Der LM833 ist daher als Ersatz für den RC4558 leider ungeeignet. Die Schaltung schwingt mit ca. 1MHz und diese Schwingung zieht sich durch bis zum Endstufenausgang.

2. Endstufe
Wie auch beim CV1500 fällt im Differenzverstärker des Endstufeneinganges gelegentlich einer der Transistoren (T1300 T1301) aus. Der entsprechende Kanal rauscht dann deutlich, wobei sich das Rauschen durch Drehen am Balancepoti verändern läßt. Abhilfe: Transistoren wechseln.

3. Netzteil
Da auch beim CV1600 die RC4159 (Spannungsregler) im Netzteil häufig ausfallen, hat Dual im Lauf der Produktion das Netzteil geändert und die anfälligen Regler durch Regler der Reihe 7815 / 7915 ersetzt. Daher gibt es hier zwei Schaltungsvarianten.

....wird fortgesetzt


 


Der CV1500RC stellt eine Neuigkeit dar. Es ist ein Verstärker, der bis auf ein Mikrofonpegelpoti keine Potis und Schalter mehr aufweist. Er wird mittels IR-Fernbedienung oder Gerätetasten bedient. Geräteintern werden elektronische Analogschalter und elektronische Potis betätigt. Die Steuergrößen werden von einem Mikroprozessor erzeugt.
Der CV1500 ähnelt dem oben erwähnten CV1600 vom Aufbau. Allerdings ist der große Schnittbandkerntrafo verschwunden und wurde durch einen relativ kleinen und billigeren M-Schnitt Trafo ersetzt.
Die analogen Signale werden gleich an der Rückwand vorverarbeitet. In der Mitte des Verstärkers befinden sich Endstufe und Netzteil und vorne die gesamte Steuerung mit den Tasten, dem IR-Empfänger und dem Steuerprozessor, der mit einfach konstruierten DA-Wandlern die Steuerspannung für Lautstärke, Balance, Höhen und Tiefen erzeugt. Dazu gehören große Mengen von Analogschaltern.  

CV1500_kleinCV1500 frontal.
Baujahr: Anfang der 80-er
Preis:

Oben links ist das letzte Poti. Es wird für den zugemischten Mikrofonpegel verwendet.Alle Potis und Schalter wurden durch Taster ersetzt. Die Stellung des elektronischen Potis wird durch Leuchtdiodenbänder visualisiert.

 

CV1500_innen_kleinCV1500 innen

Der Aufbau:
Vorne ist der  Logikteil
(Tastaturplatte, Prozessorplatte, DA-Wandler).

Im mittleren Bereich der Leistungsteil
(Trafo, Netzteilelektronik, Endstufe mit nach vorne gerichtetem Kühlkörper)

Im hinteren Bereich die Kleinsignalverarbeitung
(Vorverstärker; Klangregelung; Standby-Netzteil. Es befindet sich rechts oben. Die beiden Entstörkondensatoren sind noch bestückt).

Auf der Endstufenplatte befinden sich rechts die beiden Lautsprecherrelais.


CV1500_CT1540_klein.jpgCV1500 zuasmmen mit CT1540 in der silbernen Ausführung.

Der CT1540 ist im Empfangsfrequenzbereich erweitert.
Weitere Informationen finden sich im Bereich
Tuner / Receiver.

Beide Geräte lassen sich mit einer Fernbedienung steuern.

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Technische Daten (aus Betriebsanleitung):

Technische Daten 

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Besonderheiten des CV1500:

1. Interne Potis:
Abgesehen von den beiden Ruhestrompotis sind alle internen Potis zerfallen! Sie habe den Schleifer verloren.
Mit den internen Potis wird der Regelbereich der Klang- des Balance- und Lautstärkereglers festgelegt. Für die Lautstärkepegel der beiden Kanäle gibt es zusätzlich zwei Potis. Ich habe alle Potis durch Festwiderstände ersetzt. Dies ist leicht möglich, da die Potis nur als Zweipol betrieben werden. Falls der Schleifer schon abgefallen ist, läßt sich seine Position optisch erkennen, da er auf der Bahn einen Abdruck hinterlassen hat. An diesem Punkt und dem jeweils richtigen Anschluß des Postis läßt sich der ursprünglich eingestellte Widerstand mit einem Ohmmeter ermitteln.

CV1500 DA-WandlerplatteCV1500 DA-Wandlerplatte.
An der unteren Kante sind vier Potis ohne Schleifer zu sehen.
Wenn sie zerfallen sind, wird der Verstärker nícht zerstört, jedoch ist die Funktion beeinträchtigt.

Diese Potis habe ich durch Festwiderstände ersetzt.

Die Platte befindet sich im vorderen rechten Bereich des Verstärkers.

 

CV1500: Einige der zerfallenen Potis.

Die abgefallenen Teile (Schleifer) können im Verstärker Kurzschlüsse verursachen und das Gerät beschädigen.

 

CV1500: Potis am TDA1074

Das Linke ist zerfallen, das Rechte ist zumindest noch ganz.
Es stand auf 33kOhm. Daher habe ich beide Potis durch einen 33KOhm Festwiderstand ersetzt.
Sie befinden sich direkt an einem der beiden TDA1074.

 

2. Elektronisches Lautstärkepoti
Um das Poti (TDA1074) herum hat Dual Widerstände eingesetzt, die das Poti steuern. Sie werden gemeinsam von der Lautstärkesteuerspannung und der Balancesteuerspannung angesteuert. Wenn nun die Widerstände des linken Kanals mit den korrospondierenden Widerständen des rechten Kanals nicht übereinstimmen, äußert sich dies in Lautstärkeunterschieden zwischen Links und Rechts. Bei meinem Verstärker waren es 0,4dB. Das ist nicht viel, aber dennoch wahrnehmbar. Ich habe sämtliche lautstärkebestimmenden Widerstände um den TDA1074 durch 1% Metallschichtwiderstände ersetzt. Nun sind beide Kanäle gleich laut.
Die betroffenen Widerstände gemäß Schaltbild sind: R1212, R1213,R1209; R1210; R1206.

CV1500_LautstaerkeeinstellungDas elektronische Lautstärkepoti TDA1074 gibt es in der Form, wie es im CV1500 eingebaut ist, nicht mehr zu kaufen.

Es gibt jedoch einen fast voll kompatiblen Ersatztyp: TDA1074A.

Der TDA1074A ist ein wenig anders zu beschalten, was aber im Datenblatt dokumentiert ist.

Ich habe mir 4 Stk. "gebunkert", damit ich für die Zukunft Ersatzteile habe.


3. Entstörkondensatoren
Auch im CV1500 befinden sich Entstörkondensatoren im Netzteil, die in anderen Geräten aufgebrannt sind. Ich habe sie entfernt und nicht ersetzt.

4. Lautsprecherrelais
Im Verstärker sind zwei Relais, mit denen die Lautsprecher nach dem Einschalten zeitverzögert zugeschaltet werden. Die Kontakte können "oxidiert" sein.

RelaiskontaktRelaiskontakt:
Dieser Kontakt ist ein Ruhekontakt im Lautsprecherrelais vom CV1500. Da das Kontaktmaterial überwiegend aus Silber besteht, bildet sich im Laufe der Zeit eine Silbersulfidschicht, die nichtleitend ist. Hierdurch wird die Verbindung zum Lautsprecher unterbrochen.

Ein "oxidierter" Kontakt äußert sich darin, daß auf einem oder beiden Kanälen nichts zu hören ist und durch Lautdrehen der Ausgang plötzlich funktioniert. Ursache ist, daß beim Lautdrehen die Sulfidschicht wegbrennt.
Diesen Fehler kann man durch säubern der Kontakte oder Relaiswechsel  beheben.
Um die Kontakte zu säubern, sollte das jeweilige Relais ausgebaut sein. Dies ist nur möglich, wenn vorher die gesamte Endstufe ausgebaut wird. Zum Endstufenausbau sind wenige Handgriffe nötig:
a) Alle Steckverbinder auf der Leiterplatte ziehen.
b) Von der Unterseite die rote, gelbe und schwarze Leitung an den ELKOS ablöten.
c) Die Netzleitung vom Thermostaten ablöten
d) Zwei Schrauben entfernen, mit denen der Kühlkörper am Chassis befestigt ist.
e) An der rechten Endstufenkante die graue Leiterplattenhalterung wegdrehen.
f) Den gesamten Endstufenblock ohne Gewalt mit etwas Geschick entnehmen. Vorsicht, daß nicht die Anschlüsse der Endtransistoren beschädigt werden.
Nun können die Relais ausgelötet und geöffnet werden. Die Kontakte mit etwas Kontaktspray benetzen und das Mittel 5 Min. einwirken lassen. Vorgang wiederholen. Dann die Kontakte mit einem Papierstreifen, der ebenfalls getränkt ist, reinigen. Dann unbedingt die Kontakte mit einem Reiniger, wie z.B. "Kontakt WL" sauberwaschen! das Waschen ist wichtig, um ein späteres verkleben und "vergrünen" der Kontakte zu vermeiden.
Das Originalrelais läßt sich sehr gut zerlegen, sodaß man den Bockpol ausbauen kann. Hierzu die beiden weißen Drähte ablöten, die Feder aushängen und den Bockpol abbauen. So zerlegt, sind die Kontakte hervorragend zugänglich.

CV1500_Kontakt_verschmutzt.jpgCV1500 Arbeitskontakte des Lautsprecherrelais.

Hier angelaufen. Der Bockpol ist ausgebaut. Man sieht hier die Ruhe- und die Arbeitskontakte.


CV1500_Kontakt_gesaeubert.jpgCV1500 Arbeitskontakte des Lautsprecherrelais

Hier gesäubert.

Wenn der Bockpol ausgebaut ist, lassen sich die Kontakte mit einem plattgedrückten Wattestäbchen, das reichlich mit Kontaktspray getränkt ist, hervorragend säubern.


Dual hat zwei verschiedene Typen Lautsprecherrelais verwendet. Die eine Type benötigt eine Adapterplatine, um auf die Endstufenplatine bestückt werden zu können. Auf dieser Adapterplatte ist ein Standard-Leiterplattenrelais verwendet worden. Für diese Bauform gibt es bis heute Ersatz.
Grundsätzlich ist ein neues Relais einem gereinigten vorzuziehen.

CV1500_Lautsprecherrelais_klein.jpgCV1500: Lautsprecherrelais auf Adapterplatine.

Diese Relais befinden sich auf der Adapterplatine.
Da die Bauform der Relais nicht mit dem Layout der Endstufenplatine zusammenpaßt, wurden sie auf eine Adapterplatine gebaut.
Die Relais sind Standard-Leiterplattenrelais mit jeweils zwei Umschaltern.

Die hier abgebildeten Relais sind mit einer 5µm starken Goldschicht versehen (hartvergoldet), was sie sehr oxidastionssicher macht.

Hersteller dieser Relais ist die Fa. "Finder". Sie werden in der  Serie 40.52 geführt.
 


CV1500_Lautsprecherrelais_Uebersicht_klein.jpg
CV1500: Lautsprecherrelais auf Adapterplatine.

Hier sind die Relais in der Übersicht zu sehen.

Das "Finder-Relais" führt die Fa. Conrad-Electronic".
Im Mai 2008 lautet die Bestellnummer: 502974.


In einem Eigenbauprojekt habe ich 1989 ebenfalls hartvergoldete Relais  eingesetzt, die bis heute unauffällig arbeiten.

 

5. Endstufe
Es ist nicht unbedingt CV1500-spezifisch, sei aber dennoch erwähnt:
Von einem Kanal war der Differenzverstärker im Eingang der Endstufe defekt. Dies äußerte sich in einem Gleichspannungsoffset von ca. -1V am Lautsprecherausgang sowie erhöhtem Rauschen des Kanals. Nach Ziehen der Verbindung zu den Vorverstärkern wurde das Rauschen deutlich lauter.

Der Differenzverstärker besteht aus 4 Transistoren, von denen einer defekt war. Nachdem ich die vier Transistoren getauscht hatte, war der Verstärker wieder vollwertig hergestellt.
Die PNP-Transistoren (BC450) habe ich durch den Typ MPSA56 oder auch KSP56 ersetzt. Es muß aber auch der BC556 funktionieren.
Die NPN-Transistoren (2N5551) habe ich durch den BC546 ersetzt.
Achtung: Das Pinning beider Ersatztypen stimmt nicht mit dem Pinning der Originaltypen überein! (E und C sind getauscht). Beim Wechsel ist also das Datenblatt beachten.

Instabile Endstufe:
Weiterhin sei erwähnt, daß die Endstufe des CV1500 mit der des CV1700 weitestgehend baugleich ist. Deshalb tritt auch beim CV1500 beim Erreichen der Aussteuerungsgrenze ein Querstrom zwischen den Endtransistoren auf. Abhilfe kann wie unter "3. Instabile Endstufe" in der CV1700 - Beschreibung  erzielt werden.

6. Sicherungshalter
So, wie die Potis, zerfallen auch die Sicherungshalter. Sie brechen an den Kantungen ab. Daher ist er ratsam bei einer Restauration des Verstärkers die Sicherungshalter zu überprüfen oder sie grundsätzlich zu ersetzen.

CV1500_Sicherungshalter_kleinCV1500: Sicherungshalter, zerbrochen

Ansicht der Sicherung für die Endstufenversorgung (T6,3A). Unter rechts ist der Halter auseinandergebrochen.

Der Halter der anderen Sicherung ist ebenfalls zerbrochen. Es ist sinvoll, die Halter zu erneuern. So spart man sich später Ausfälle und Störungen im Betrieb.

 

7. Fernbedienung
CV1500_Ersatzfernbedienung_kleinDie originale Fernbedienung RC154 ( RC 154 ), die zu diesem Verstärker als Zubehör gehört, ist sehr schwer zu erhalten.

Daher dachte ich über einen eigenen Nachbau nach, bis ich auf einen Laden aufmerksam gemacht wurde, der Ersatzfernbedienungen führt. In einem riesigen Sortiment ist unter Anderem auch die Fernbedienung für den CV1500RC zu finden.

Ich habe sie per NN bestellt und prompt innerhalb einer Woche erhalten.
Sie funktioniert und ist allemal besser, als ein eigener Nachbau.
Es sind alle Tasten der RC154 Fernbedienung vorhanden. Da ich nur den Verstärker und Tuner besitze, konnte ich nur die Funktionen für diese beiden Komponenten testen, das aber mit Erfolg.
Sie funktioniert.
Leider ist sie inzwischen ( Stand Aug. 2013) nicht mehr erhältlich.
Art.Nr.: 91118880
Zu finden hier.

 

8. Störgeräusche und Eingangsausfälle durch defekte Operationsverstärker
Im CV1500 und im CV1700 sind in großer Menge Operationsverstärker vom Typ RC4559 einegbaut. Diese Operationsverstärker fallen, ähnlich wie die Spannungsregler RC4195  häufig aus. Der Ausfall äußert sich in nicht funktionierenden Eingängen, kratziger Wiedergabe oder zischelnden Höhen. Sehr oft sind die Eingangsverstärker betroffen. Wenn im Verstärker einer dieser Operationsverstärker ausgefallen ist, und die entsprechende Leiterplatte ausgebaut wurde, empfehle ich, allle Operationsverstärker zu wechseln. Der Typ ist im Handel noch erhältlich, wobei ich sehr gerne den etwas moderneren  LM833N verwende. Er rauscht weniger und hat eine größere Slewrate.
Ebenso sollte der RC4195 gewechselt werden.

9.Netzteil
Zur Versorgung der "Kleinsignalelektronik" kommt ein Netzteil zur Anwendung, das aus 4 Spannungsreglern
+20V / +8V /  -8V und +5V erzeugt. Wie bei anderen Dual-Geräten auch, ist die Kühlung der Spannungsregler unzureichend. Insbesondere der Regler für +8V  (IC1401) wird ausgesprochen heiß. Die Leiterplatte färbt sich braun und die Lötstellen des Reglers werden porös.
Wenn der Verstärker intensiv genutzt wird, ist es ratsam als Modifizierung den Spannungsregler IC1401 von der Netzteilplatine herunterzunehmen und ihn am Kühlkörper der Endstufe zu montieren. Hierdurch wird er nicht mehr so heiß und die größte Wärmequelle ist von der Netzteilplatine verschwunden, was den restlichen Reglern  gut tut.
Wichtig ist, daß er isoliert am Kühlkörper befestigt wird (nach Montage gründlich prüfen). Die Isolation wird durch Glimmerscheiben / Silikonscheiben und eine Schraubenisolierung sicher gestellt.

CV1500_8V-Regler_kleinCV1500: Abgesetzter 8V-Regler.

In diesem Bild ist es ein LM317. Besser ist ein 7808. 
Deutlich zu sehen:
Die graue isolierscheibe und der weiße Isoliernippel für die Schraube.
Der Spannungsregler wird über kurze Drähte mit der Netzteilplatine verbunden.

Vor der Montage des 8V-Reglers muß ein Loch in den Kühlkörper gebohrt werden.

WICHTIG: Die Bohrspäne dürfen keinesfalls ins Gerät geraten (nicht Einer). Direkt am Kühlkörper befindet sich die Endstufenplatine. Bohrspäne können Kurzschlüsse verursachen und die Enfdstufe zerstören!

 



Mit den Geräten der 400-er Reihe hat Dual leistungsmäßg nocheinmal nachgelegt. Der CV440 liefert immerhin 2x145W @8 Ohm und 2x200W @ 4Ohm (Sinus). Von der Konstruktion her ist das Gerät recht einfach aufgebaut: Es gibt nur eine Hauptleiterplatte, auf der Vor- und Endstufe untergebracht sind. Hier hat man Abstand von Pertinax genommen und ist auf Epoxidharz umgestiegen. Lediglich die Steuerelektronik und die Endstufentreiber haben eine eigene Leiterplatte. Die Leiterplatte der Steuerung  befindet sich hinter der Frontblende. Zwei massive Kühlkörper sind links und rechts am Chassis angebracht. Zusammen mit der Rückwand und einem Trägerblech hinter der Frontplatte bilden sie das Gerüst des Verstärkers. Eine Reparatur ist sehr einfach durchzuführen.
Durch die frontseitig montierten Trafos ist der CV440 sehr kopflastig.

Leider hat Dual Abstand von den Metallfrontplatten genommen und für den CV440 eine Frontblende aus Kunststoff verwendet. Hier hat man für meinen Geschmack am falschen Ende gespart. Durch die Plastikfront wirkt das Gerät "billig". Diese Bauweise findet man bis heute an Billigprodukten aus Fernost.
Um diesen Makel auszugleichen, hat man ein Gerät mit Metallfront (Alu, schwarz) an den Markt gebracht, den CV441.
Dieser Verstärker ist weitestgehend identisch mit dem CV440, nur die Front ist geändert. Unter Anderem hat man einen Lautstärkedrehknopf statt der Lautstärkewippe verwendet.

CV440 klein vorneCV440 frontal, geöffnet.

Schön zu sehen: Die Hauptleiterplatte. An der Rückwand sind die Eingangsbuchsen. Im Vordergrund die Netztrafos für jeden Kanal. Auch Gleichrichter und Siebung sind für jeden Kanal einzeln ausgeführt.
Die Treiber sind noch Module. Sonst gibt es keine Module mehr.
Der Aufbau ist mit Verstand gewählt:
Direkt an den Eingangsbuchsen die Vorverstärker, ohne Kabel und Steckverbinder.
Die Trafos mit ihren Streufeldern sind weit weg vom Kleinsignalteil.
Großzügig dimensionierte Kühlkörper

 

CV440 rückwärtigCV440 rückseitig.

In dem Reparaturgerät waren die beiden messingfarbenen Elkos defekt. Sie waren intern kurzgeschlossen.
Links und rechts daneben sind die Glechrichter für die Endstufen.
Der Kurzschluß wurde von zwei PTC - jeweils auf der Trafoplatine montiert- abgefangen. Es gab keinen Folgeschaden.

 

CV441 frontal, offen.

Ansicht eines CV441 während der Reparatur

 

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Technische Daten (aus dem Servicemanual):

technische DatenTechnische Daten des CV440



Besonderheiten des CV440 / CV441

1. Endstufe

Endtransistoren
Man kann es in diversen Foren und bei ebay gehäuft lesen, daß bei den CV440 / CV441 die Endstufen defekt sind. Häufig scheinen sie grundlos zu sterben. Ich glaube zwar nicht, daß sie grundlos sterben, jedoch gab es bisher keinen  Hinweis auf einen Fehler, der die Endstufe zerstört.
Dual hat die Transistoren BDV66D und BDV67D von Philips verwendet, die es heute, da sie abgekündigt sind, nicht mehr neu zu kaufen gibt. Es gibt zwar einige Restpostenhändler, die diese Transistoren noch auf Lager haben, allerdings sind sie sehr teuer.
Ich habe lange nach Ersatz gesucht, aber bis zum Tage dieses Kapitels keinen gleichwertigen Erstaz gefunden.

Als Notlösung habe ich die Transistoren der Reihe MJH11017 ...  MJH11022 von ON Semiconductor in einen defekten CV441 eingebaut. Sie haben alle Tests unter Grenzbedingngen erfolgreich überstanden. Sie sind übersteuerungsfest und 4-Ohm-fest. Pro Transistor können 150W Verlustleistung verkraftet werden. In einem Datenblatt, das wahrscheinlich von Philips stammt, sind die BDVs mit 175W angegeben. Somit verträgt nun ein Endstufenzweig 50W Verlustleistung weniger.
Weiterer Haken der MJHs: Sie fangen das Schwingen an - bei 4 Ohm Last. An 8 Ohm Last sind sie allerdings stabil.
Die Schwingungen treten an der Sinuskuppe auf, wenn der Verstärker an die Clippinggrenze gerät. Ich habe eine Frequenz von ca. 250kHz ---1,5MHz ermittelt, die zu einer sehr hoher Stromaufnahme der Transistoren führt. Um die Transistoren nicht zu gefährden habe ich daher das "cut off" Poti PB29 bzw. PB30 auf max. Empfindlichkeit gestellt. Wenn der Verstärker nun zu schwingen beginnt, setzt die Überstrombegrenzung ein.

CV440 EndstufeCV440 Endstufe.

Ersatztransistor MJH11018 mit 10 Ohm Basiswiderstand in einem CV441.


Die Ursache des Schwingens liegt möglicherweise in einer zu geringen Verstärkung und einer zu niedrigen Transitfrequenz der MJH-Typen.

Alternativ ist es möglich, die Darlingtons durch diskret gebaute Darlingtons zu ersetzen. Hierzu habe ich Treiber und Endtransistoren von ON verwendet (200W Ptot pro Endtransistor) . Da Dual die ersten Transistoren der Endstufe im Übersteuerungsfall in die Sättigung fährt, treten während der Erholzeit erhebliche Querstöme in der Endstufe auf. Diese Querstöme führen zum Ansprechen der Strombegrenzung, was wiederum zu starkem Kratzen in der Wiedergabe führt.
Derzeit (April '09) befindet sich die Lösung im Test, der sehr positiv verläuft.


Es gibt Quellen / Läden, die heute noch BDV66D und BDV67D anbieten. Ich muß dringend vor Quellen / Läden warnen, deren Bezugsquellen unklar sind. In dem defekten Verstärker, war ein Transistorsatz eingebaut, der teilweise aus ungeeigneten Transistoren bestand. So war der BDV67D mit einem "PH" gestempelt, dessen Chipfläche
ca. 4mm x 4mm  = 16mm² groß war. Dies halte ich nicht für bedenklich. Der BDV66D dagegen trug keinerlei Hinweis auf einen Hersteller und hatte eine Chipfläche von ca. 2mm x 2mm = 4mm². Es ist also kein Wunder, daß die Endstufe nach ca. 15 min Betrieb "abrauchte".

Stromquellentransistoren
Im Original sind als Stromquelle (Spannungsverstärker) BF869 und BF870 eingesetzt. Auch diese Transistoren sind schwer beschaffbar. Ich habe sie gegen BF469 BF470 ersetzt. Probleme traten hierbei nicht auf.

Boucherot-Glied
Es besteht aus RB71-CB71 bzw. RB72-CB72. Die Widerstände RB71 und RB72 sollen einen Widerstand von 8,2Ohm zeigen. Tatsächlich war es so, daß einer der Widerstände mit 4,3 Ohm deutlich niederohmiger war. Vielleicht sind die niederohmigen Widerstände der Grund des unerklärlichen Endstufensterbens.

Strombegrenzung
Der Verstärker ist gegen Überlast durch eine schnelle Strombegrenzung gesichert. Bei Überlast spricht sie an und schaltet den Verstärker für einige ms stumm, indem die Stromquellen in der Endstufe stillgelegt werden. TD08 und TD26 sind die entsprechenden Schalter.
Das Meßsignal für den Überstrom wird an den Emitterwiderständen der Endtransistoren abgenommen und in einem Differenzverstärker (IB31 und IB39) aufbereitet.
Dual hat in dieser Schaltung einen falschen Bezugspunkt (Massepunkt) für den Differenzverstärker gewählt (Massepunkt von RB25 und RB26). Dadurch wird die Symmetrie des Differenzverstärkers gestört. Der gewählte Massepunkt ist vom Laststrom des Lautsprechers abhängig. Hierdurch wird die positive Halbwelle des Ausgangsstroms stärker bewertet, als die negative Halbwelle. Im Ergebnis wird somit das Transistorpaar für die negative Halbwelle fast überhaupt nicht geschützt!
Im folgenden Bild ist dokumentiert, wie dieser Schaltungsfeher behoben werden kann. Es ist lediglich ein anderer Massepunkt für die Schaltung zu benutzen.

Die Strombegrenzung ist bei Verwendung der Transistoren MJH11017 ...  MJH11022 von ON Semiconductor unbedingt funktionsfähig zu halten. Sie verhindert einen Querschluß zwischen den Endtransistoren im Fall des Schwingens. Ich habe den Test mit def. Strombegrenzung durchgeführt und einen riesigen Schreck bekommen, was an Querstrom fließen kann (zum Glück waren noch die Schutzwiderstände in der Versorgungsleitung vor den Endtransistoren).

CV441_Aenderungen_klein.jpgCV441 Hauptplatine

Zum Korrigieren des Bezugspunktes für die Strombegrenzung sind 4 Änderungen nötig:


An den Positionen 1 und 3 ist die originale Masseleitung aufzutrennen.

An den Positionen 2 und 4 ist die Masseleitung für die Strombegrenzung neu zu legen.

Wenn nach diesem Vorschlag verfahren wird, ist das Signal an den Meßpunkten MP03 und MP04 so geformt, wie es im Servicemanual beschrieben ist. PB19 und PB20
Befinden sich dann in Mittenposition.


Gemessene Werte an den Meßpunkten MP03 und MP04 mit Einkanalbetrieb, Sinusaussteuerung, 1kHz:
Uspitze = 0,5V @ RL= 4Ohm und Ua = 42Vspitze
Begrenzungseinsatz: ca. 0,6V

Sonstiges
Nach einem Endtransistorschaden sollten mindestens folgende Transistoren gewechselt werden:
Alle Endtransistoren          - BDV66D, BDV67D
Beide Treibertransistoren   - MJE340, MJE350
Ruhestromtransistoren      -  2 x BC546B (oder BC547B oder BC548B)
Ebenso müssen die Emitterwiderstände der Endtransistoren überprüft werden.

2. Steckverbindung der Treiberplatinen
Auf einen Hinweis (Danke Ralf) erwähne ich diesen Punkt: Es besteht die Möglichkeit, daß die Steckverbinder zwischen Treiberplatinen und Hauptplatine schlechte Kontakte aufweisen. Diese Kontaktschwierigkeiten könnten zu den unerklärlichen Endstufenschäden führen. Immerhin werden die Ruhestromtransistoren über diese Steckverbinder mit der Treiberplatine verbunden. Ist einer der Kontakte schlecht, fließt schlagartig ein sehr großer Ruhestrom durch die Endtransistoren, der dann zum Ausfall der Endstufe führt.
Abhilfe: Mittels langer gewinkelter Stiftleisten Treiberplatine fest mit Hauptplatine verbinden (siehe u.a. Photo).

CV440 / CV441 Treiberplatine
CV440 / CV441 Treiberplatine.

Dual hat die Platine über ein Steckverbindersystem mit der Hauptplatine verbunden.

Hier zu sehen: Das Steckverbindersystem wurde ersetzt durch jeweils eine gewinkelte Stiftleiste, die mit der Treiberplatine und der Hauptplatine verlötet ist.


Die Stifte müssen eine gestreckte Länge von mind. 23mm aufweisen.

Beim Verlöten darauf achten, daß die Platine vollständig auf der Hauptplatine aufliegt, rechtwinklig steht und die Bauteile nirgends Kurzschlüsse verursachen.


3. Lautsprecherklemmen
Die Lautsprecherklemmen sind unter aller Kritik. Derart schlechten Klemmen bin ich bisher noch nicht begegnet. Daß DUAL sich zu so klapperigen und brüchigen Klemmen entschieden hat, stellt DUAL auf eine Ebene mit Billigstkonsumelektronik, wie Radioweckern und Küchenradios. Diese Klemmen provozieren den schlechten Kontakt und den Kurzschluß geradezu!
Mein Rat: Wechseln.

4. Trimmer auf der Treiberplatine
Das Ruhestrompoti und das Offsetpoti unterliegen starker Alterung.
Ich habe an mehreren Verstärkern eine erhebliche Drift der Widerstandswerte festgestellt.
Das Ruhestrompoti soll einen Widerstand 200 Ohm haben. Gemessen habe ich Werte zwischen 260Ohm und ca. 400 Ohm.
Das Offsetpoti soll einen Widerstand von 100KOhm haben. Gemessen habe ich Werte zwischen 30kOhm und unendlich, wobei der Schleifer zu einer Seite bei 300K stand.
Diese Potis sind unbedingt zu ersetzen.

CV440 Trimmer der TreiberplatineDie Trimmer der Treiberplatine.

Im Laufe der Jahre hat sich der Widerstandswert vollkommen verändert.

Die Trimmer müssen ersetzt werden.

Für das Ruhestrompoti ist auch ein Wert von 250Ohm verwendbar.


5. Stützbatterie
Inzwischen ist es leicht möglich, daß der Verstärker bei Spannungsausfällen die Einstellungen für Lautstärke,
Balance, Höhen, Tiefen ... komplett verliert.
Wenn dieses passiert, ist die Stützbatterie für den Mikroprozessor entladen. Sie befindet sich auf der Mikroprozessorplatine direkt hinter der Frontplatte.
Die Originalbezeichnung lautet:LM2425  Sie kann ersetzt werden durch jede 3V-Lithium-Batterie mit Lötanschlüssen und einem Lötanschlußraster von 17,8x10mm (liegende Montage).
Ich verwende beispielsweise den Typ: CR2450. Diese Batterie hat eine Kapazität von 560mAh und einen Durchmesser von 24mm.




Der CV5670 ist im Grunde kein Dual-Gerät mehr. Gebaut wurde er von Rotel und kam Anfang der 90-er auf den Markt.
Viel schreiben möchte ich zu diesem Gerät nicht, weil es kein "Dual" mehr ist. Da er aber verbreitet ist und mir an dem
Verstärker einige Dinge aufgefallen sind, möchte ich sie hier darstellen.
Im Gegensatz zum CV440 hat er eine Alufront, was man bei dieser Geräteklasse auch erwarten kann. Er verwendet
zwei getrennte Netzteile die von einem Ringkerntrafo versorgt werden. Auch der Trafo spricht unbedingt für das Gerät,
da er ein geringes magnetisches Streufeld verursacht und geräuscharm ist. Die Potis haben keine Rastung, abgesehen von der Mittenstellung bei Höhen, Tiefen und Balance. Das war das Positive.
Als Negativpunkte sind hervorzuheben,
- daß der Rauschabstand der  Phonoeingänge unakzeptabel schlecht ist. Insbesondere der Moving coil Eingang erzeugt
  einen sehr starken Rauschpegel.
- Die Potis machen einen klapprigen Eindruck und der Verstärker, den ich für Reparaturzwecke zu Gesicht bekam, hat
  eine Art "wirkungslose Zone" über einige Drehgrade des Lautstärkepotis.
- Einen Monoschalter sucht man vergebens, dafür gibt es einen "CD-direkt" Eingang!
- Die Potiknöpfe sind aus Kunststoff und nur auf die Potiachsen aufgeklemmt (unsichere Befestigung, aber billig).
- Die Lötungen auf den Leiterplatten sind brüchig (insbesondere im Netzteil für die Kleinspannungen)
- Das Netzteil für die Kleinspannungen wird so heiß, daß sich die Leiterplatte verfärbt und die Lötstellen zerstört
  werden.
- Ein Wechsel der Endtransistoren erfordert die Zerlegung des "halben Gerätes".
- Die Übersprechdämpfung zwischen den Eingängen beträgt ca. 60dB bei 1000Hz, und 640mV Eingangspegel;
  gemessen zwischen Tuner und CD.
- Der Input Selector ist nicht rückwirkungsfrei bei CD DIRECT. Beim Hören über CD DIRECT ändert sich die 
  Lautstärke, wenn man mit dem Input-Selector CD anwählt.

CV5670_frontal_klein
CV5670 Frontalansicht.
Die Frontplatte ist aus gebürstetem und schwarz eloxiertem Aluminium hergestellt. Die Knöpfe bestehen
aus Kunststoff.

 

CV5670_kleinCV5670.
Innenansicht von oben.
Sinnvolle Anordnung der Komponenten:
Trafo links außen, Phono Vorverstärker rechts außen.

Vorverstärker und Endverstärker sind auf getrennten Leiterplatten untergebracht. Das Leiterplattenmaterial ist im Gegensatz zum CV440 hier Pertinax.

Auf diesem Bild sind der MC und MM-Vorverstärker für den linken Kanal bereits modifiziert (rechts oben, rechts neben dem Relais die beiden Operationsverstärker)

 

CV5670_Poti_kleinDas Lautstärkepoti des CV5670:

Rechts erkennt man gut die gezahnte Klemmachse, wie sie auch in Radioweckern zu finden ist.

Das Poti ist nicht gekapselt und ansonsten eine einfache Blechkonstruktion.

 

Besonderheiten des CV5670:

1. Kontakte
Es wird von CV5670-Besitzern sehr häufig geäußert, daß die Kanäle zeitweise ausfallen.
Als Ursache sind hier die Kontakte der Schalter und der Lautsprecherrelais zu nennen.
Besonders auffällig sind der "INPUT SELECTOR" und der "TAPE MONITOR".
Die schlechten Kontakte lassen sich gut mit Kontaktspray reinigen. Allerdings sollten sie nach der Reinigung gründlich mit Reinigungsspray ausgewaschen werden!
Die Kontakte der Lautsprecherrelais können ebenfalls recht einfach gereinigt werden:
Gerät öffenen, Frontplatte abbauen, Vorverstärkerplatine ausbauen (Hierzu die Metallseitenteile lösen und die Schrauben zwischen den Cinchbuchsen herausdrehen, Schalter und Poti abschrauben, Flachbandverbindungen trennen. Hierzu die Kunststoffverriegelung öffnen). Bodenplatte unter der Endstufenplatine abbauen. Hierzu alle Schrauben bis auf diejenige, die den Abstandshalter der Vorverstärkerplatine trägt, abschrauben. Relais auslöten, vorsichtig die Haube abnehmen und die Kontakte mit Kontaktspray benetzen. Ca. 10min einwirken lassen und danach die Kontakte mit einem Stück sauberen Papier, das mit Kontaktspray getränkt wurde, "sauberschleifen".  Anschließend die Kontakte mit Reinigungsspray säubern. Relais wieder einbauen. 
Kein Schleifpapier verwenden!

2. Verbesserung der Lötstellen:
Nachlöten.


Mögliche Modifikationen:

1. Verbesserung des Rauschabstandes des MC- und MM-Vorverstärkers.
Hierzu sind einige Umbauten erforderlich: OP wechseln und Eingangswiderstand veringern.
Hierdurch konnte ich den Rauschabstand des MC-Vorverstärkers um ca. 12dB verbessern (schlecht mit Multimeter und Oszilloskop) gemessen.
Das Rauschen kommt aus drei Quellen:
- Widerstandsrauschen am Verstärkereingang.
- Eingangs-Spannungsrauschen des Operationsverstärkers
- Eingangs-Stromrauschen des Operationsverstärkers

CV5670_Vorverstaerker_kleinHier ein Auszug aus dem Schaltbild des CV5670 für den linken Kanal.
(Bild anklicken zum vergrößern).

Die Änderungen für den MC-Vorverstärker sind rot markiert,
die für den MM-Vorverstärker sind blau markiert.


Die Änderungen im einzelnen für den MC-VV:
a) R403 von 475R auf 0R (Drahtbrücke) verringern
b) R405 von 475R auf 0R (Drahtbrücke) verringern
c) R409 von 182R auf 82R verringern
d) R407 von 2000R auf 909 R verringern
e) C413 von 470pF auf 0pF (entnehmen) verringern, damit die Schaltung nicht schwingt!
f) 1/2 IC 401 NE5532 auf LT1028 ändern. Hierzu Adapter anfertigen!

Die Änderungen im einzelnen für den MM-VV:
a) R413 von 1000R auf 180R verringern.
b) 1/2 IC 401 NE5532 auf NE5534 oder OPA627 ändern. Hierzu Adapter anfertigen!

Der Rauschabstand des MM-Vorverstärkers läßt sich kaum verbessern. Die Beurteilung des Rauschens muß mit abgeschlossenem Eingang, also angeschlossenem Plattenspieler erfolgen, da gerade der MM-VV ohne Quelle an 47k betrieben wird, was zwangsweise rauschen muß. Das Magnetsystem hat einen deutlich niedrigeren Innenwiderstand, als der 47K-Abschluß im Gerät, sodaß sich das Rauschen mit angeschlossenem Plattenspieler deutlich verringern wird.

------------------------------------wird fortgesetzt----------------------------------


 
 
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